DIY Sandkiste: Von der Idee zur Planung

Eine kleine, quadratische Holzsandkiste mit Abdeckung war unser Ist-Zustand. Ausreichend für ein Kind, das hin und wieder im Sandkasten buddelt. Für zwei Kinder musste dann aber ein größeres Sandloch her. Eine Sandkiste in der man viel Sandspielzeug und Fahrzeuge mit hinein nehmen kann und trotzdem noch Platz zum Spielen für zwei und wenn Freunde zu Besuch sind sogar für vier bis sechs Kinder. Außerdem war auch der Wunsch da, wie im Urlaub am Meer, tief buddeln zu können, um Schätze oder Papas komplette Füße zu vergraben. Die Idee zur DIY Sandkiste war geboren. Unsere Anforderungen:

  • Durchmesser von ca.  2,5 m, Tiefe von ca. 1m
  • natürliches Aussehen, dass sich gut in die Optik des restlichen Gartens schmiegt
  • Abgrenzung zur Wiese, großer Eingang mit Einfahrtsmöglichkeit für Fahrzeuge
  • Stauraum für Sandspielzeug und Platz für Wasser zum Bauen
  • Vermeidung von Staunässe, Katzenkot, Unkraut

 

Von der Planung zur Umsetzung

Unsere DIY Sandkiste ist nicht schwer zu bauen, allerdings bedarf es einiges an Muskelkraft und Ausdauer. Wir haben die Sandkiste in zwei Tagen zu zweit und mit etwas Schaufelkraft der Jungs aus der Nachbarschaft gebaut. 
Unsere Materialliste:

Bauanleitung:

  • Den Umfang der Sandkiste zeichnen: Den Stock in die Erde stechen (dort wo zukünftig die Mitte der Sandkiste sein soll) und eine Schnur mit mindestens 1 m Länge (entspricht einem Durchmesser von 2 m, wir haben 1,25 m gewählt = 2,5 m Durchmesser) an den Stock binden. Am Ende der Schnur eine Kreide befestigen oder mit dem Markierungsspray rund um den Holzstock entlang der Schnur sprayen.
  • Die Umrandung der Sandkiste herstellen: Ziegelsteine entlang der Kreislinie auflegen, dort wo dann zukünftig der Eingang sein soll (wir haben 8 kleine, alte Ziegelsteine dafür genommen). An der restlichen Kreislinie entlang werden die Zaunpfähle (bei uns sind es 50 Stück) mit dem Vorschlaghammer in die Erde gestoßen. Ein Erdbohrer erleichtert das Einstoßen, denn hier ist ordentlich Muskelkraft gefragt, damit die Umrandung hält. Wir haben die Pfähle unterschiedlich weit in die Erde gestoßen und auch den Abstand zwischen den Pfählen etwas variiert, das macht den Charme der DIY Sandkiste aus.
  • Erdloch schaufeln: Nun wird ein wenig Erde unter den Ziegelsteinen weggeschaufelt, damit diese eben mit der Wiesenoberkante versetzt werden können. Dann wird zwischen den Ziegelsteinen und den Zaunpfählen mit dem Spaten ein Erdloch ausgehoben, wobei der tiefste Punkt in der Mitte bei uns etwa 1 m ist und am Rand zirka 50 cm. Hier ist viel Kraft und Ausdauer gefragt, denn die Erde gehört auch auf eine Plane abgelegt und später mit einer Scheibtruhe abtransportiert.
  • Sandkiste befüllen: Ist das Erdloch ausgehoben so wird darüber ein Vlies gelegt, um den Wachstum von Unkraut so gut wie möglich zu vermeiden. Auf das Vlies am Erdlochboden haben wir etwa 15 cm Kies gestreut, um Staunässe zu vermeiden. Danach haben wir den Sandkasten mit Sand befüllt. Da uns bereits bei der alten Sandkiste das Ab-und Aufdecken genervt hat, haben wir uns gegen eine Abdeckung, aber für einen Spielsand (wir haben ca. 20 Säcke gebraucht) mit abweisenden Duftstoffen für Hund und Katze entschieden. 
  • Spielen: Für noch mehr Spaß in der neuen DIY Sandkiste haben wir zwei alte Autoreifen an den Rand der Sandkiste gelegt. In einem haben wir einen Sandspielsack mit den ganzen Sandspielzeug, in dem anderen einen großen Kübel, in den wir Wasser (Achtung Ertrinkungsgefahr für kleine Kinder, diese nie unbeaufsichtigt neben Wasser spielen lassen) einfüllen, gestellt. Die Autoreifen vermeiden das Kippen und könne auch gut zum darauf sitzen und spielen verwendet werden.

 

Unser Fazit

Wir und die Kinder lieben unsere neue Sandkiste nun schon seit fast einem Jahr. Sie bietet wirklich viel Platz zum Spielen und man kann auch mal ganz tief graben oder mit einer Kinder-Scheibtruhe direkt in die Sandkiste reinfahren. Wir schätzen besonders, dass wir nicht immer eine Abdeckung öffnen müssen, sondern die Kinder direkt spielen können. Der spezielle Spielsand mit Geruch hat uns bisher jeglichen Hunde- und Katzenkot ferngehalten. Falls man doch eine Abdeckung und gleichzeitig einen Sonnenschutz wünscht, kann man rund um die Sandkiste drei Holzpfähle in die Erde betonieren und eine Dreiecksplane spannen, die sich als Schattenspender und beim Absenken als Abdeckung eignet. Wir haben einfach einen Schirm an den Rand des Sandloches gestellt, bis unser in der Nähe gepflanzter Baum genug Schatten spendet und sind mit dieser Lösung zufrieden. Den Meilensteinmoment des ersten gemeinsamen Spielens in der neuen Sandkiste haben wir natürlich festgehalten und mit der Canon Zoemini ausgedruckt und gleich in unser „Meilensteine“ Erinnerungsbuch eingeklebt.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Bau eurer eigenen DIY Sandkiste!
Übrigens gibt es am Freitag einen Gewinnspiel-Blog für euch 😉

Clemens Strandl
Buchbinderei Strandl

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