Bücher begleiten uns unser gesamtes Leben, doch wer produziert diese?

Bücher begleiten uns unser gesamtes Leben: Im Kindesalter, wenn uns unsere Eltern vor dem Zubettgehen eine Geschichte vorlesen. In der Grundschule, wenn wir lesen und schreiben lernen. Im restlichen Leben, um uns weiterzubilden oder zu unserer Unterhaltung. Die wichtigsten Erkenntnisse und größten Schätze der Menschheit befinden sich in ihnen. Es ist ein ganz eigenes Gefühl durch die Flure großer Bibliotheken zu wandern, mit Blick auf die Reihen unterschiedlicher Buchrücken und dem Duft des beschriebenen Papiers in der Nase. Doch eine Frage stellt sich uns dabei. Wo kommen all diese Bücher eigentlich her, beziehungsweise wer produziert diese?

Die Mehrzahl der Bücher, vor allem derer mit großer Auflage, wird maschinell von industriellen Buchbindereien, sogenannten Verlagsbuchbindereien, erzeugt.  Für die Buchproduktion werden dabei größtenteils elektronisch gesteuerte Maschinen verwendet, die von Industriebuchbindern betreut und überwacht werden.
Wenn Bücher jedoch in kleiner Auflage benötigt werden oder der Opa seine Memoiren als hochwertiges Einzelexemplar für seine Erben gebunden haben möchte, sind wir handwerklichen Buchbindereien gefragt. Unser Beruf gleicht einem Kunsthandwerk, denn bei uns wird noch händisch gearbeitet, allerdings mit maschineller Unterstützung. Hier hat sich seit der Firmengründung 1935 auch einiges in Richtung Modernisierung getan. Aber manchmal fühlt man sich zurückversetzt in eine andere Zeit, fern von Technik und Industrialisierung.

 

Zurückversetzt in eine andere Zeit

Es ist der Duft, der einem in die Nase strömt, sobald man das Herzstück der Firma -die Werkstatt- betritt. Es riecht nach Leim und nach frischer Druckerschwärze, aber auch ein wenig staubig nach alten Büchern. Auch das Auge sieht Dinge, die es an alte Zeiten erinnern. Neben vielen neu gebundenen Büchern, liegen vereinzelte Raritäten, die darauf warten, restauriert zu werden. Altertümliche Maschinen, wie eine Buchpresse die schon über hundert Jahre auf dem Buckel und einen Bombenangriff von 1944 mit ein paar Kratzern überlebt hat, findet man in vielen Ecken. Und große Kästen mit ungewöhnlichen Schriften, die darauf warten zu Worten zusammengesetzt und auf Bucheinbände geprägt zu werden. Buchbinderwerkzeug wie Leimpinsel, Falzbeine und Buchbindermessser oder Nadel und Faden für die händische Fadenheftung (eine Bindeart bei der die Blätter zu einem Buchblock genäht werden) liegt herum. Aus losen beschrifteten oder leeren Seiten entstehen in Handarbeit einzigartige Bücher.

Leider schrumpft unserer Branche wegen der fortschreitenden Digitalisierung und es gibt nur mehr wenige handwerkliche Buchbindereien in Österreich. Solange es jedoch Menschen gibt, die Wert auf besondere, handgebundene Bücher in guter Handwerksqualität legen und Menschen, die weitererzählen, dass es uns gibt und was wir alles produzieren, werden auch wir kleinen Handwerksbetriebe in Zeiten der Großkonzerne überleben.
Neben Büchern, machen wir alles, was in irgendeiner Form mit Papier zu tun hat und sind auch zusätzlich ein geprüfter Facheinrahmer. Hier unsere Produkte:

Euer Clemens Strandl

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