Mauritius Reisetagebuch: Unsere Highlights

Mauritius Reisetagebuch: Unsere Highlights

Mauritius: Mehr als Meer

Bevor wir im Jänner 2019 nach Mauritius geflogen sind, kannten wir die Insel nur als Flitterwochendestination. Frisch verheiratete Freunde hatten uns von wunderschönen Hotelanlagen an traumhaften Stränden mit Blick auf den glasklaren, indischen Ozean erzählt. Auf die Frage, ob Mauritius auch abseits der Strände etwas zu bieten hat, bekamen wir keine befriedigende Antwort. Verständlich, im Honeymoon hat man auch nicht unbedingt Sightseeing im Sinn. Bei einem Flug von fast 11 Stunden mit zwei kleinen Kindern wollten wir allerdings mehr als Meer und auch etwas vom Landesinneren sehen. Wir haben daher im Reiseführer* und im Internet recherchiert und eine Bucket-Liste geschrieben. Mit auf Reisen war natürlich unser Reisetagebuch (#Herzensbuch Reisebegleiter) mit eben dieser Bucket-Liste, der Handydrucker Sprocket von HP* mit selbstklebenden Fotos und ein Kugelschreiber. Mehr braucht man nicht, um bereits unterwegs alle Erinnerungen für immer festhalten zu können. Denn im Urlaub hat man dafür Zeit und noch alles Wichtige im Kopf. 

„Mauritius was made first, and then heaven; and heaven was copied after Mauritius“
(nach Mark Twain)

Bereits auf dem Weg vom Flughafen zur unserem Hotel in Le Morne haben wir festgestellt: Mauritius ist anders! Hier gibt es keine Dürre oder endloses, unbewohntes Land. Sondern saftige grüne Landschaften mit vielen bunten, kleinen Dörfchen. Die Südküste präsentiert sich mit kilometerlangen Stränden, die – wie wir später erfahren haben, aufgrund der gefährlichen Meeresströmungen – nicht verbaut, sondern frei zugänglich sind. Der Korallengürtel, der die Insel vor hohen Wellen und großen Raubfischen schützt, weist im Süden Lücken auf, weshalb Baden hier nur bedingt möglich ist. Die anderen Strände bieten, vor allem in der Hauptsaison, ideale Badebedingungen. Sie sind mit ihren flachabfallenden Stränden und der angenehmen Badetemperatur auch für Kinder geeignet. Im Osten der Insel kann es sehr windig werden, weshalb hier vor allem Surfer auf ihre Kosten kommen. Überhaupt eignet sich der indische Ozean für alle Wassersportarten im und über Wasser. Die Trauminsel im indischen Ozean bietet neben Erholung an wunderschönen Stränden, auch jede Menge andere sportliche Möglichkeiten für Aktive. Zum Beispiel den Aufstieg auf einen von Mauritius Bergen. Der bekannteste Berg von  ist Le Morne Brabant im Südwesten der Inselt. Er ist Teil des Weltkulturerbes der UNESCO und kann bei einer Tour mit Guide bestiegen werden. Curepipe im Herzen von Mauritius ist mit 550 Metern die höchstgelegene Stadt der Insel. Der erloschenen Vulkankraters Trou aux Cerfs im Stadtkern, mit einem Durchmesser von rund 200 Metern, hat vor allem unsere größere Tochter begeistert. Unbedingt gesehen haben sollte man auch die siebenfarbige Erde in Chamarel, die als einzigartiges Naturphänomen gilt. 

Port Louis – die weltoffene Hauptstadt von Mauritius

Mauritius Hauptstadt Port Louis bietet eine bunte Mischung aus karibischem Flair, Moderne und kulturellen Einblicken. Die Inselhauptstadt liegt an der mauritianischen Nordwestküste und ist das administrative und wirtschaftliche Zentrum. Tagsüber ist die Stadt geschäftig und lebendig, sie steckt aber auch voller kultureller und historischer Schätze.
Mauritius hat uns als Familienreiseziel mit Kindern auch aufgrund der Freundlichkeit der Inselbewohner begeistert. Die Einwohner von Mauritius sind sehr freundlich, zu Jung und Alt. Kein Wunder, geht es trotz einer Vielfalt an Religionen und Menschen unterschiedlicher Herkunft, auf der Insel so friedlich zu. Das Essen ist ebenso abwechslungsreich, wie die Menschen. Mauritius bietet Idylle in Hülle und Fülle und kann je nach gewählter Reiseart mit jedem Budget bereist werden. Hotelanlagen sind meist exklusiv und teuer. Wer sich jedoch ein Mietauto nimmt, rund um die Insel in kleinen Gästehäusern unterkommt und in den vielen Foodcourts in Einkaufszentren und am Strand isst, kommt mit nur wenig Geld am Tag aus.

Unsere 4 Highlights der Trauminsel

Wir haben für euch unsere vier Highlights – die wir auch in unserem Reisetagebuch #Herzensbuch Reisebegleiter mit Hilfe des mobilen Fotodruckers von HP* festgehalten haben – niedergeschrieben:

Highlight Nr.1

Flora & Fauna von Mauritius

Mauritius hat uns mit seiner bunten Flora, laut Schätzungen soll es etwa 700 verschiedene Pflanzenarten geben, auf Anhieb begeistert. Die Insel ist grün, blüht und duftet. Der Flamboyant aus Madagaskar verzaubert mit seinen wunderschönen roten Blüten. Und der Banyan Tree sieht dagegen wie ein verzaubertes Wesen aus, das seine verwurzelten Arme in alle Richtungen regt. Die Nationalblume Trochetia Boutoniana ist ebenfalls eine Besonderheit, denn sie wächst nur an den Hängen des Morne Brabant. Mit ihrem orangenfarbenen Nektar in leuchtend roten Blüten lockt sie Vögel, Bienen und Geckos an. Auf Mauritius gibt es viele Pflanzen, die man vorher noch nie gesehen hat und die einem wie aus einem Märchenbuch erscheinen. Die Vegetation bietet allerdings nicht nur etwas fürs Auge, sondern auch für den Gaumen. Unsere Mädchen haben sich jeden Tag über die vielen, einheimischen Früchte wie Papayas, Guaven, Litschis, Sternfrucht,  oder Banane gefreut. Und natürlich über frische Kokosnuss, serviert am Strand mit Bilck auf den Indischen Ozean.

Alle lieben Dodo!

Auch die Tierwelt auf Mauritius hat einiges zu bieten. Neben den vielen Vogelarten konnten wir Delphinen, vielen Fischen, Affen, Geckos, Riesenschildkröten und Maskaren-Flughunden in freier Wildbahn begegnen. Ein Tier, dass allerdings bereits ausgestorben ist, hat es unseren Kindern besonders angetan: der Dodo. Der dickliche, merkwürdig aussehende  und flugunfähige Vogel wird auf Mauritius in allen Farben und Formen gezeigt und als Souvenier verkauft. Das liegt wohl daran, dass der Dodo nur auf Mauritius lebte und das Staatswappen des Landes ziert. Ausgestorben sein soll er aufgrund seiner gutmütigen und zutraulichen Art, die ihn zu einer leichten Beute für die Menschen machte. Mittlerweile leben zwei Kuscheltier-Dodos in Österreich in den Kinderzimmern unserer Töchter.

Highlight Nr. 2

Schnorcheln mit Delfinen

Diesen Wunsch mussten wir unserer größeren Tochter Karolina einfach erfüllen. Wo sonst hat man die Möglichkeit und Garantie mit wilden Delphinen im Meer schwimmen und schnorcheln zu können? Zu einem leistbaren Preis (ca. 49€ pro Person) ging es mit einem kleinem Motorboot direkt vom Strand in Le Morne zu den Delphinen. Auch wenn der Trip, vor allem für unsere Tochter, ganz schön anstrengend war (Delfine gesichtet – Sprung vom Boot –  Delfine wieder zu weit weg – zurück aufs Boot- Delfine gesichtet…), so war es doch ein einmaliges und empfehlenswertes Erlebnis.

Highlight Nr. 3

Die teuerste Briefmarke der Welt

Während sich meine drei Frauen in der wunderschönen Le Caudan Waterfront von Port Louis auf Shoppingtour begeben haben, habe ich dem Blue Penny Museum einen Besuch abgestattet.  Im Museum selbst musste ich etwas warten bis ich die originale „Blaue Mauritius“ zu Gesicht bekommen habe. Diese wird zu ihrem Schutz pro Stunde nur ca. 10 Minuten im Original gezeigt und darf leider nicht fotografiert werden. Aber es ist schon aufregend so eine kleine Briefmarke mit so einem großen Wert – geschätzt wird sie auf etwa 1 Mio. Euro – einmal zu Gesicht zu bekommen.

Highlight Nr. 4

La Vanille Nature Park

Auch wenn der Park nicht spektakulär ist, gibt es eine Attraktion die es eindeutig wert ist La Vanille einen Besuch abzustatten. Auf einem riesigen Gelände hat man die Möglichkeit über 100 Riesenschildkröten hautnah zu erleben. Diese sind nicht eingesperrt, weshalb man sie auch berühren und zu bestimmten Zeiten füttern darf. Auch das Restaurant bietet etwas Ungewöhnliches. Hier hat man die Möglichkeit Krokodilfleisch, in vielen verschiedenen Speisen verkocht, auszuprobieren.

Zum Abschluss meines Reiseberichts über Mauritius habe ich für euch noch ein kurzes Video mit unseren schönsten Momenten zusammengestellt. Ich freue mich über euer Feedback und wenn auch ihr in Zukunft eure Reisen mit Hilfe unseres handebundenen, individualisier- sowie personalisierbaren #Herzensbuch Reisebegleiter festhaltet.

Clemens Strandl
Buchbinderei Strandl

 

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Baby an Board: Flugreisen mit Kindern

Baby an Board: Flugreisen mit Kindern

Baby an Board: Flugreisen mit Kindern


Flugreise mit Kindern: Ja oder Nein?

Wir reisen gerne, besonders in weit entfernte Länder, um unseren Horizont zu erweitern und andere Kulturen und Menschen kennen zu lernen. Als Paar mit Reiselust fragt man sich oft, wie die zukünftigen Reisen aussehen, sobald man Kinder hat: Ist eine Flugreise für Babys, Kleinkinder oder Kinder überhaupt zumutbar? Sollte man erst wieder fliegen, wenn die Kinder ein gewisses Alter erreicht haben? Und was muss man bei einer Flugreise mit Kindern beachten?

Eine Flugreise mit Kindern macht nur Sinn, wenn sich Eltern die Reise zutrauen und
Ruhe & Gelassenheit an den Tag legen.

Viele Eltern unternehmen mit ihren Kindern aus den unterschiedlichsten Gründen keine Flugreisen. Vor allem aber deshalb, weil sie sich die Reise selbst -gemeinsam mit den Kindern- nicht zutrauen. Das ist auch legitim, denn das Wichtigste beim Reisen mit Kindern ist, dass man dabei selbst ein gutes Gefühl hat. Denn die eigene Ruhe und Gelassenheit überträgt sich auf den Nachwuchs und ist deshalb der erste Schritt für einen guten Ablauf der geplanten Urlaubsreise! Flugreisen sind gegen vieler Meinung jedoch nicht schädlich und für Kinder zumutbar, wenn nicht sogar ein spannendes Erlebnis. 

Reiselust trotz Baby, Kleinkind oder Kindern in jedem Alter

Die Geburt unserer ersten Tochter hat uns nicht vom Reisen abgehalten. Bereits als Karolina 4 Monate war ist sie ihre erste Mittelstrecke geflogen. Mit zwei Jahren hatte sie dann den ersten Langstreckenflug. Flugreisen mit einem Kind und zwei Elternteilen sind gut zu bewerkstelligen, da man sich bei der Betreuung des Kindes abwechseln kann. Ab zwei oder mehr Kindern im Flugzeug, wird der Flug für die Begleitpersonen  schon anstrengender. Trotzdem sind wir als unsere zweite Tochter 4 Monate und die Größere 4 Jahre war, erneut eine Mittelstreckendestination angeflogen. Im Jänner 2019 haben wir mit Josefina, 1 Jahr, und Karolina, 5 Jahre, unsere erste Fernreise unternommen. Wir hatten allerdings Oma und Opa mit. Je mehr Personen mit im Flugzeug und auf der Reise sind, desto entspannter wird diese auch für die Eltern. Aufgrund unserer häufigen Flugreisen können wir behaupten, dass wir mittlerweile wissen, worauf es bei einer Flugreise mit Kindern ankommt.

Das anstrengendste Alter für Flugreisen mit Kindern ist, zwischen 1 und 3 Jahren.

Das beste Alter zum Fliegen ist mit Babys, diese dürfen meist ab 2 Wochen fliegen, bis zu einem Jahr. Babys schlafen noch häufiger und sind weniger mobil. Am schwierigsten sind Flüge mit Kleinkindern zwischen einem und drei Jahren. In diesem Alter haben die Kleinen noch nicht genügend Sitzfleisch, wollen herumtollen und lassen sich nur schwer längere Zeit beschäftigen. Ab dem Alter von drei Jahren wird das Fliegen wieder einfacher. Aber in jedem Alter ist eine Flugreise mit Kindern machbar. Man muss sich nur bewusst sein, dass es ein Flug mit Kindern anders verläuft. Sich die Zeit mit Filmen oder Büchern zu vertreiben geht nur bedingt. Ein Flug mit dem Nachwuchs kann anstrengend sein und man wird dabei schon einmal zum Alleinunterhalter. Aber was sind schon ein paar Stunden Flug für wunderschöne Tage in einem neuen Land? Ist man erst im Flugzeug, gibt es ohnehin kein Zurück mehr. Mit unseren Tipps wird euer Flug mit Kindern sicher entspannter!

Checkliste für die Reisevorbereitung


 

Wann fliegt man mit Kindern am günstigsten?

Die Preise für Flüge mit Kindern variieren nach Fluglinie. Meist zahlen Babys oder Kleinkinder unter zwei Jahren nichts oder bis zu 20% des Flugpreises eines Erwachsenen. Das ist auch der Grund, warum sich viele Eltern in der Karenz noch für eine Flugreise mit Baby entscheiden. Gerade wenn der Nachwuchs noch unter einem Jahr ist und gestillt wird, braucht man wenig Reisegepäck und spart aufgrund des Alters eine Menge Geld bei Flug und Unterkunft. Zwischen 2 und zehn Jahren gibt es oft ebenfalls verbilligte Sitzplätze. Ab zehn Jahren zahlt das Kind dann meist für den Sitzplatz im Flugzeug genauso viel wie ein Erwachsener. Achten sollte man auch auf Zusatzkosten zum Beispiel für Sitzplatzreservierungen oder Essen und Trinken an Board.

Reiseziele für Kinder

Das Auswärtige Amt des eigenen Landes bietet online Informationen zu „Reise und Sicherheit“. Hier kann man nachlesen, ob das Reiseziel für Kinder geeignet ist: Wo es aktuelle Reisewarnungen gibt, wie sicher das jeweilige Reiseziel ist und welche medizinischen Vorsorgen getroffen werden sollten. Wichtig ist auch die Erreichbarkeit des Landes, also welche Fluganbindung es gibt und wie lange der Transport vom Flughafen zum Zielort ist. Außerdem können eine gute Infrastruktur und das Wissen um naheliegende Apotheken und Ärzte die Reise erleichtern. Wir haben uns bei der Wahl unserer Reiseziele auch immer vom Reisebüro beraten lassen und zusätzlich im Internet und in Büchern recherchiert.

Die Wahl des Reiselandes

Gute Erfahrungen haben wir und befreundete Familien übrigens bei Flugreisen nach Sizilien, Sardinien, Korsika, Südfrankreich, Schottland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Spanien, Malta, Marokko, Jordanien, VAE, auf die Kanarischen Inseln, nach Griechenland, Kap Verden, in die USA, nach Kanada, Costa Rica, Panama, Thailand, Sri Lanka, Mauritius, Seychellen, in die DomRep und auf die Malediven gemacht. Über unsere bisherigen Reisen mit Kindern könnt ihr auch am Blog lesen. Dank unserem #Herzensbuch Reisebegleiter haben wir unsere schönsten Reiseländer und Erlebnisse für die Ewigkeit festgehalten!

Das Fliegen mit Kindern unter zwei Jahren ist am Günstigsten!

Was gibt es bei den Flugzeiten zu beachten?

Ob Kurz-Mittel- oder Langstrecke bleibt einem selbst überlassen. Je kürzer der Flug, desto weniger anstrengend ist die Reise sowohl für Kinder als auch Eltern. Denn auch bei kurzen Flugzeiten kommt die Vorbereitung, Anreise zum Flughafen, Warte- und Transitzeiten sowie der Transport vom Flughafen bis zur Unterkunft zur Reisezeit hinzu. Prinzipiell sind Direktflüge zu angenehmen Flugzeiten, nicht zu früh oder zu spät oder Flüge mit günstigen Transitzeiten zu bevorzugen. Bei Langstreckenflügen sind Nachtflüge mit Kindern am besten.

 

Wie bereiten sich Eltern und Kinder am besten auf eine Flugreise vor?

Sind die Details zum Reiseziel und Flug geklärt und alles gebucht, so kommen oft erste Zweifel oder Ängste auf, je näher die Reise kommt. Wir haben für euch die Antworten auf die häufigsten Fragen.

Habe ich an alle wichtigen Dokumente für die Reise gedacht?

Kinderreisepass, Impfpass, Mutterkind-Pass, Unterlagen zur Krankenversicherung, Reiseunterlagen sowie Kopien oder Fotos aller wichtigen Dokumente sollten ins Reisegepäck. Reisen Kinder ohne Eltern mit Verwandten oder mit nur einem Elternteil so ist außerdem eine Reisevollmacht von Vorteil. In manchen Ländern kann es zum Problem werden, wenn man keine Vollmacht mitführt.

Brauche ich noch Impfungen für meine Kinder oder Medikamente für die Reiseapotheke? Sind meine Kinder auch gesund genug für die Reise? Was mache ich, wenn sie verkühlt oder krank sind?

Ein Besuch des Kinderarztes vor der geplanten Flugreise ist ratsam. So kann dieser feststellen, ob das Kind gesund genug ist, um fliegen zu können. Außerdem kann der Arzt Rezepte für die Reiseapotheke ausstellen und weiß über landesübliche Impfungen Bescheid.  Kinder sind häufig verkühlt, das muss jedoch nicht ein Grund sein, um eine Flugreise abzusagen. Am besten kurz vor Flug Nasentropfen geben, das hilft gegen Schmerzen beim Druckausgleich. Wenn Kinder kurz vor dem Abflug ernsthaft erkranken, hilft nur das Stornieren des Urlaubs, vor allem bei Flugreisen. Wir schließen immer eine Stornoversicherung ab. Bei Krankheiten kurz vor dem Abflug, haben wir auch schon einmal einen Arzt am Flughafen aufgesucht, um uns die Flugfähigkeit bestätigen zu lassen. Mit ins Flugzeug -in den verschließbaren Flüssigkeitsbeutel- kommen bei uns immer folgende Medikamente: Nasentropfen, Ohrentropfen oder Ohrenschutz  (von der Bahnhof-Apotheke gibt es das Johanneskraut-Lavendel-Öl und Ohren-Kompressen), ein Schmerzmittel, eine Windelsalbe, ein Mittel gegen Übelkeit (z.B. Vomex), Desinfektion und Pflaster.

Hoffentlich vergesse ich nicht etwas Wichtiges beim Packen der Koffer?

Na und, dass kann trotz Checklisten schon einmal passieren. Davon sollte man sich nicht den Urlaub vermiesen lassen. Das wichtigste sind die Dokumente, alles andere lässt sich nachkaufen. Denn in allen Ländern kommen Kinder zur Welt und überall gibt es Kleidung, Windeln oder Babynahrung. 

Was muss bei der Buchung des Fluges beachtet werden?

Jede Airline hat andere Richtlinien, die man bei der Buchung des Fluges abklären sollte: Wie viel Gepäck darf ich mitnehmen? Kann ich bestimmte Sitzplätze reservieren? Ist ein Online Check-In möglich? Darf ich mit dem Kinderwagen bis zum Flugzeug fahren oder muss ich diesen beim Sperrgebäck (am besten geschützt in einer Tasche)* abgeben? Gibt es Essen an Bord oder muss dieses vorab reserviert werden? Darf ich meinen Kindersitz mit in die Flugzeugkabine nehmen? Erlaubt meine Airline Koffer mit integrierter Liegevorrichtung, aufblasbare Fußstützen oder andere Gadgets zur Flugerleichterung?

Die meisten Internetseiten von Fluglinien bieten eigenen Artikel zum Fliegen mit Kindern an, wo alle wichtigen Details rund um die Reise zusammengefasst sind.

Bei Kindern gibt es andere Möglichkeiten sich auf die Reise vorzubereiten. Bereits Kleinkinder kann man spielerisch auf eine Flugreise vorbereiten und nimmt ihnen so die Angst vor dem Unbekannten. Mit Büchern, Bildern, Hörspielen oder Rollenspielen kann man ihnen zeigen, was sie am Flughafen und auf dem Flug erwartet.

Größere Kinder kann man mit coolem Flugwissen begeistern:

  • Fliegen ist das zweitsicherste Transportmittel nach dem Aufzug.
  • Die internationale Flugsprache ist Englisch.
  • In Flugzeugen aus Kulturen, in denen die Zahl 13 als Unglückszahl gilt, gibt es keine 13. Sitzreihe, da viele Passagiere so ungern hier sitzen.
  • Aufgrund des Druckes sind Flugzeugfenster rund, da sich in eckigen Fenstern durch den hohen Luftdruck an den Kanten Haarrisse bilden, die schnell zu Rissen werden können. Außerdem haben die Fenster des Flugzeuges ein kleines Loch. Das Loch reguliert nämlich den Druck auf die drei Scheiben, aus denen die Flugzeugfenster bestehen.
  • Der Weltrekord für den längsten Direktflug: Nach 17 Stunden und 23 Minuten Flugzeit und einer zurückgelegten Strecke von 16700 Kilometern setzte der A350-900ULR der Singapore Airlines am 11. Oktober 2018 erstmals in New York auf.
  • Woher kommen die Geräusche im Flugzeug? Das laute Knallen vor dem Start ist das Geräusch der Türen von Kabine und Gepäckraum beim Schließen und Verriegeln. Das Rumpeln kurz nach dem Abheben ist das Geräusch, wenn das Fahrwerk eingefahren wird.

Checkliste für Koffer & Handgepäck

Was alles in den Koffer und in das Handgebäck muss, kommt natürlich individuell auf das Reiseland, die Art der Reise und das Alter der Kinder an. Bei der Unterkunft im gewählten Reiseland ist es von Vorteil nachzulesen, wie diese ausgestattet ist. So spart man sich das Mitnehmen von unnötig viel Gepäck, wenn man weiß, dass es beispielsweise einen Wasserkocher am Zimmer gibt und ein Gitterbett vor Ort verfügbar ist. Vieles was auf unseren Flugreisen ebenfalls nicht fehlen darf, haben wir euch schon in diesem Beitrag verlinkt. In unserem #Herzensbuch „Reisebegleiter“ habt ihr eine Seite pro Reise für eure individuelle Packliste. Ein Reisetagebuch ist der ideale Reisebegleiter. Hier könnt ihr euch vorab Notizen zu eurer Reiseplanung machen, eine Bucketlist und Erinnerungen sowie Fotos von eurer Urlaubsreise aufbewahren.

Die passende Reisekleidung

Kinder sollten für den Flug gemütliche Kleidung im Zwiebel-Look tragen. Uns ist es immer entweder zu heiß oder viel zu kalt im Flieger und das kann auch wechseln. Wir achten außerdem auf hübsche, gemütliche Kleidung – wie einen süßen Jogginganzug, da wir gemerkt haben, dass Kinder die schöner gekleidet sind auch bei den anderen Fluggästen besser ankommen und ein schreien schneller verziehen wird.
Hochwertige und schöne Babykleidung findet ihr in allen Mamiladen in Österreich. Wie zum Beispiel die Naturtextilien der deutschen Firma „Engel“ aus Bio-Baumwolle und Bio-Seide aus nachhaltiger Erzeugung mit gutem Tragekomfort. Diese Kindermode ist auch temperaturausgleichend und super wenn man von einem kalten in ein warmes Land oder umgekehrt reist! 

Faszination Flughafen:
So wird der Aufenthalt vor dem Abflug mit Kindern entspannter


Der Weg zum Flughafen

Bereits der Weg zum Flughafen kann lange dauern und sollte mit Kindern gut geplant werden. Je nach Flugzeit und Wetterbedingungen am Abflugort muss man sich entscheiden, wie man am besten anreist.
Wir haben schon einmal eine Nacht vor Abflug im Flughafenhotel verbracht, um uns unnötigen Stress bei der Anreise zu ersparen. Unser Flug war sehr früh morgens angesetzt und so war das die beste Lösung. Rund um Flughäfen gibt es oft günstigere Hotels mit Shuttleservice. Einmal haben wir uns aufgrund sehr schlechter Wetterbedingungen für einen Abholservice entschieden, der uns von der Haustüre bis zum Terminal gebracht hat. Was sicher die Bequemste, aber auch teuerste Art der Anreise darstellt. Meistens planen wir einfach genug Zeit für die Anreise zum Flughafen ein und fahren mit dem eigenen Auto auf einem vorab reservierten Parkplatz.
Viel Stress erspart es, wenn man auch bereits den Transport vom Zielflughafen zur Urlaubsunterkunft bucht. Ob Mietauto, Chauffeur oder Taxi, hier sollte man vorab die Frage nach einem vorhandenen Kindersitz abklären. In vielen Ländern ist ein Autositz für Babys, Kleinkinder und Kinder keine Pflicht und gehört nicht zur Grundausstattung. Online findet man für größere Kinder, die bereits gut sitzen können, auch aufblasbare Kindersitze oder Handgebäck, dass sich als Sitzerhöhung verwenden lässt (z.B. den Trunki BoostApak Kinderrucksack mit integriertem Kindersitz).

Entscheidet man sich dafür, dass eigene Auto am Flughafen zu parken, so lohnt es sich Preise für den Abstellplatz auf einem Vergleichsportal zu recherchieren.

Unterwegs am Flughafen mit Kindern und Koffern

Für Babys und Kleinkinder eignen sich für den Transport am Flughafen und den anschließenden Urlaub am besten Buggys, die nicht schwerer als 15 kg sind, sich klein zusammenfalten und in Liegeposition stellen lassen (z.B. YOYO+ von Babyzen). Diese dürfen dann meist bis zum Flugzeug verwendet werden, bevor sie in den Gepäckraum verstaut werden. Meistens bekommt man den Kinderwagen dann auch beim Ausstieg aus dem Flugzeug direkt zur Flugzeugtür geliefert. Ein Kinderwagen mit Babyschale muss beim Sperrgebäck abgegeben werden und es fallen häufig Extrakosten an. Ein Buggy in Liegeposition bietet mit einer Umrandung aus Stoffwindeln eine gute Alternative zur Babywanne und ist für den Urlaub völlig ausreichend. Super für den Transport am Flughafen (hier gibt es eine Art „Babytrage“ für größere Kinder, die am Koffer befestigt wird)*, das Beruhigen der Kleinsten im Flugzeug und Transitflüge ist auch eine Babytrage (z.B. von Fräulein Hübsch). Auch für größere Kinder kann ein kleiner Buggy (z.B. der Pockit Buggy von GB) am Flughafen von Vorteil sein, da oft lange Strecken zu überwinden sind. Alternativ gibt es auch Kinderkoffer, auf die sich die Kinder setzten können und die eine Schnur zum Nachziehen haben (z.B. der Trunki Koffer im süßem Tiger-Design)* oder das kompakteste Dreirad der Welt „Liki Trike“ von Doona™

Es gibt bereits Buggys die sich extrem klein zusammenlegen und in einer Tasche verstauen lassen und dadurch sogar als Handgepäck mit ins Flugzeug genommen werden können.

Als Erster zum Check In

Wenn möglich kann man den Check In bereits einige Tage vor Abflug von zuhause machen. Am Flughafen geht der Check In mit Kindern jedoch auch meist schneller, da es meist eigene Check In Bereiche (Special Assistent Corner) gibt oder man vorgelassen wird. Überhaupt wird man am Flughafen mit Kindern meist bevorzugt behandelt und es gibt meist eigene, kürzere Warteschlangen für Familien. Das spart Zeit und Nerven, denn das Anstellen mit Kindern kann sehr mühsam werden.

Der Check In von zuhause kann meist frühestens 48 Stunden vor Abflug von zuhause aus erledigt werden.

Zeitvertreib am Flughafen

Wenn Kinder zum ersten Mal fliegen, sind sie meist fasziniert. Kinder die häufiger fliegen können sich am Flughafen aber auch ganz schön langweilen. Oft ist man viel zu bald vor Ort oder es kommt zu Flugverspätungen. In diesen Wartezeiten ist es besser, dass sich die Kinder bewegen, als dass sie bereits da schon sitzen und sich still beschäftigen. In vielen Terminals gibt es eigene Kinderspielbereiche, am besten danach fragen. Oder man geht zur Besucherterrasse und sieht den Flugzeugen beim Starten und Landen zu.

Eine Erkundungstour durch den Flughafen kann spannend sein, denn jeder Flughafen ist anders. Der Flughafen Frankfurt bietet zum Beispiel eine Flughafentour an. Dabei erfährt man viel Wissenswertes rund um den Flughafenbetrieb.

Ready for Boarding

Familien mit Kindern dürfen beim Boarding immer zuerst in das Flugzeug einsteigen. Wir bevorzugen allerdings das Einsteigen zum Schluss, da unsere Kinder sich dann noch länger frei bewegen können. Und dann kann das Abenteuer „Flug mit Kindern“ schon los gehen.

Baby an Board


Die Qual der Wahl beim Sitzplatz

Die Sitzplatzwahl an Board kann einen Flug sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Auf jeden Fall sollte man Sitzplätze vorab reservieren, diese müssen dann jedoch meistens bezahlt werden, da es ansonsten passieren kann, dass man als Familie nicht beieinander sitzt. Sitzplätze mit mehr Beinabstand oder Familiensitzreihen mit der Möglichkeit ein Babybett zu befestigen eignen sich besonders gut. Allerdings gibt es bei diesen sogenannten „Bulkhead“ Sitzen oft das Problem, dass man die Zwischenlehnen nicht hochklappen kann und das Kind somit über zwei Sitzflächen nicht gut schlafen kann. Dafür haben Kinder hier mehr Platz, um vor den Füßen spielen zu können. Der Vorteil von einem Sitzplatz am Fenster ist, dass besonders größere Kinder mehr zum Schauen haben und sich beim Schlafen anlehnen können. Ein Sitzplatz am Gang dagegen hat den Vorteil, dass man leichter am Gang auf und ab gehen kann und schneller bei den Toiletten ist. Kindern ist es übrigens nicht erlaubt bei den Notausgängen zu sitzen. Hat man einen zertifizierten Kindersitz mit im Flugzeug, so eignen sich meist auch nicht die Sitzplätze nach Kabinentrennwänden.

Ruhigere Sitzplätze im Flugzeug befinden sich vor den Tragflächen und nicht in unmittelbarer Nähe der Waschräume.

Sicher Fliegen mit Kindern

Kinder bis 2 Jahren benötigen im Flugzeug keinen eigenen Sitz und fliegen meist für wenig Geld am Schoß der Eltern mit. Dabei muss man das Baby oder Kleinkind bei Start, Landung und Turbulenzen mit einem Gurt, dem sogenannten Loopbelt, anschnallen. Dieser ist allerdings sicherheitstechnisch sehr umstritten. Es gibt auch die Möglichkeit einen eigenen Sitzplatz zu buchen (oder das Glück einen kostenlos zu bekommen, wenn die Maschine nicht ausgebucht ist) und einen zertifizierten Kindersitz (z.B. Takata Maxi) oder ein Kinderrückhaltesystem (ein Flugzeug Sicherheitsgurt für Kinder)* selbst mit an Bord zu nehmen, damit das Kind alleine auf dem Platz sitzen darf.

Spannender Fact am Rande ist dabei auch, dass meist nur ein Baby pro Erwachsenen mit an Bord darf. Für das zweite Kind muss dann sogar ein eigener Sitzplatz gebucht werden und ein zertifizierter Kindersitz oder Rückhaltesystem mitgenommen werden.

Druckausgleich bei Start und Landung

Der Druckausgleich kann gerade Kindern in den Ohren schmerzen. Bei Start und Landung sollten Babys daher gestillt werden, die Flasche oder einen Schnuller bekommen. Kleinkinder und Kinder können an einem Kaubonbon oder Kaugummi kauen. Falls die Kinder verkühlt sind, sollte man vor dem Abflug noch Nasentropfen geben und diese im kleinen verschließbaren Flüssigkeitsbeutel gemeinsam mit Ohrentropfen mit ins Flugzeug nehmen.

Babys schreien oft bei Start und Landung. Das ist aber auch gut, da ihnen das Schreien beim Druckausgleich hilft.

 

Beschäftigung im Flugzeug

 

Baby on Board

Babys schlafen noch viel und sind meist durch die ungewohnte Situation und die neuen Eindrücke genug beschäftigt. Das Lieblingsstofftier oder Schmusetuch, ein Mobile oder eine Spieluhr, ein Knisterbuch, Activity-Cube aus Stoff (z.B. von Litte Dutch) oder die Schnullerkette samt Schnuller sollten trotzdem mit ins Flugzeug. Mit dem Baby kann man auch in der Trage bei längeren Flügen den Gang auf und ab gehen, wenn es unruhig werden sollte.

Kleinkinder im Flieger

Kleinkinder nehmen am besten das liebste Kuscheltier oder eine Puppe, kleine Bücher zum Vorlesen, Stifte und ein Malbuch, eine Zaubertafel (wir hatten immer das Reiseset von Aqua Doodle)*, Knetmasse oder magnetische Holzbausteine (z.B. von Tegu) mit an Board. Wir haben auch öfter verpackte Kleinigkeiten und alte Verpackungen mitgenommen, denn Kleinkinder lieben Überraschungen und etwas Auspacken zu können. Ungeeignet sind Spielzeuge die Lärm machen oder viele kleine Teile haben und dann bei Turbulenzen davonrollen. Mit Kleinkindern kann man auch einmal am Gang auf und ab gehen, häufiger den Waschraum besuchen oder den Kontakt zu anderen Familien mit Kleinkindern an Bord suchen. Wenn Kleinkinder bei Start und Landung sowie Turbulenzen ruhig sitzen müssen und zu quengeln beginnen, können auch Kinderlieder oder Apps am Handy für die Kleinsten eine große Hilfe sein. Aber Achtung: Nie das Kind mit dem versperrten Telefon spielen lassen. Dadurch hat es unsere Kleine geschafft, den Handycode so oft falsch einzutippen, dass das Handy den restlichen Urlaub unbrauchbar war. Es war versperrt und ließ sich nur mehr daheim mit Hilfe eines Laptops und dem kompletten Verlust der Daten vor dem letzten Backup wiederherstellen. 
Wenn das Kind weint, hilft es am besten, wenn man selbst Ruhe bewahrt. Etwas zu Essen oder Trinken anbieten, ein Schnuller, beruhigende Lieder oder Fingerspiele, ein Wechsel der Betreuungsperson im Flugzeug oder das Auf- und Abgehen im Gang der Maschine können gegen Unruhe helfen.

Ältere Kinder beschäftigen

Ältere Kinder haben gerne Bücher – toll ist ein Kinderreiseführer des Ziellandes (z.B. von Lonely Planet)*– Mal- und Rätselhefte, Kartenspiele oder kleine Reisespiele, etwas zum Fingerstricken (z.B. einen Knüpfstern)* und einen iPod* mit Hörbüchern und Spielen mit an Board. Bei Langstreckenflügen gibt es meist ein eigenes Boardentertainmentprogramm für Kinder. Wir nehmen auch immer eigene Kinderkopfhörer mit Lautstärkenregulierung (z.B. von Nenos)* mit. Unsere Kinder haben eigene kleine Taschen (z.B. Reiserucksack von Affenzahn) mit ihren Spielsachen, denn dann ist schon das Ausräumen spannend und wird zum Zeitvertreib. Vor allem wenn man als Eltern die Taschen packt und die Kinder nicht wissen, was sie alles mit dabeihaben oder sich sogar neue Kleinigkeiten als Überraschung darin befinden.

Viele Fluglinien verteilen auch Kinderspielzeug für die kleinen Passagiere.

Essen im Flugzeug

Essen im Flugzeug beschäftigt Kinder und bringt Abwechslung in den eintönigen Flug. Daher bietet es sich auch an auf Kurzstrecken ein Kinderessen vorab zu bestellen. Für Babys und Kinder gibt es sehr oft eigene Menüs, die ebenfalls vorab bestellt werden müssen. Zusätzlich sollte man immer Knabbereien mit an Board nehmen. Obst oder Nüsse sind hier die bessere Wahl als Süßigkeiten. Für Babys darf man auch Babynahrung mit ins Flugzeug nehmen. Diese muss man bei der Sicherheitskontrolle nur gesondert herzeigen. Nachdem unsere Kinder nicht mehr gestillt wurden, hatten wir immer bereits fertig angerührte Babymilch, ein Fläschchen, verschlossenes Babywasser, Gläschen, einen Plastiklöffel und ein Lätzchen mit an Bord.

Wickeln an Board

Ins Handgepäck gehören immer viele Windeln, Feuchttücher, eine Wickelunterlage, eine Windelcreme und Desinfektion. Wickeltische befinden sich im Flugzeug in den Waschräumen. Diese sind allerdings sehr klein und eng und das Wickeln fällt nicht leicht. Wir haben immer mit Hilfe einer Wickelunterlage auf unseren Sitzplätzen oder am Boden davor gewickelt. Wichtig sind auch verschließbare Kühlbeutel für Windeln oder verschmutzte Kleidung. Und natürlich sollte man immer Reservekleidung für Babys und Kleinkinder mit dabeihaben, am besten zwei Garnituren. Viele raten auch zu Reservekleidung für Eltern. Aus Platzgründen haben wir uns diese jedoch immer gespart und beim Füttern der Kinder unsere eigene Kleidung mit Stoffwindeln oder der Decke im Flugzeug geschützt.

Immer genügend Reservekleidung, besser zwei Garnituren, für den Flug einplanen.

Schlafen im Flugzeug

Babys können in Familienreihen in einem Babybett, den sogenannten Bassinets, schlafen. Die Babys dürfen dabei meist eine Gewichtsgrenze von 14 kg und eine Länge von 83cm nicht überschreiten. Bei Start und Landung und häufig auch bei Turbulenzen müssen die Bassinets wieder abgenommen werden und das Baby am Schoß Platz nehmen. Wichtig ist es -gerade bei Langstreckenflügen- das übliche Schlafritual so gut wie möglich durchzuführen, dann wissen die Kleinen, dass es Zeit zum Schlafen ist. Das Anziehen eines Pyjamas, Vorlesen, das gewohnte Schlaflied oder ein Fläschchen vor dem Einschlafen helfen dabei. Größere Kinder schlafen am besten beim Fenstersitzplatz, wo sie den Kopf anlehnen können oder mit Hilfe einer Nackenstütze. Decken und Polster bekommt man auf Nachfrage in den meisten Airlines. Wir nehmen trotzdem immer ein aufblasbares Kissen und einen warmen, großen Schal mit. Von Koffern mit Sitzverlängerung oder anderen Gadgets, die aus einem Sitz ein Babybett machen, ist abzuraten. Diese Dinge dürfen in vielen Airlines nicht verwendet werden.

Allen die sich Premium Economy oder Business Class leisten können und wollen, empfehlen wir natürlich diese Art des Reisens, denn da ist das Schlafen gleich um einiges entspannter.

Hoffentlich helfen euch unsere Tipps und Tricks rund ums Fliegen mit Baby, Kleinkind und Kindern.
Vielleicht habt auch ihr bereits Erfahrungen mit Flugreisen mit dem Nachwuchs? Wir freuen uns über eure Kommentare!

Unserer Meinung nach sollte man das Abenteuer „Flugreisen mit Kindern“ wagen, denn wie heißt das Sprichwort: Mit Kindern vergeht die Zeit wie im „Flug“, doch bestimmte Augenblicke und Erinnerungen bleiben für immer erhalten 😉

Julia & Clemens
Buchbinderei Strandl

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Ljubljana, das erste Reiseziel für unser #Herzensbuch „Reisebegleiter“

Ljubljana, das erste Reiseziel für unser #Herzensbuch „Reisebegleiter“

Warum in die Ferne schweifen, wenn eine der schönsten Städte so nah liegt?

Unser Betriebsurlaub ist zu Ende und wir sind alle gut erholt vom Urlaub zurück. Meine Mitarbeiter haben ihren Urlaub in Österreich und Italien verbracht. Ich habe mit meiner Familie auf dem Weg zum Campingurlaub in Kroatien einen Zwischenstopp in Sloweniens Hauptstadt eingelegt und wir wurden dabei positiv überrascht.
Ljubljana, auch Laibach genannt, hat uns so begeistert, dass wir die wichtigsten Fakten rund um die Stadt gleich in unser neues #Herzensbuch „Reisebegleiter“ notiert haben, denn dies war bestimmt nicht unser letzter Besuch. Mit Hilfe des Reisetagebuches können wir uns beim nächsten Mal wieder an wichtige Details unserer Reise, wie etwa den Namen unseres Hotels und unsere Lieblingsplätze erinnern.

Hier für euch unser Reisebericht zu Ljubljana:

 

Ljubljana – eine verkante Schönheit in der Nachbarschaft

Die Hauptstadt und zugleich größte Stadt Sloweniens Ljubljana – von uns Österreichern auch gerne Laibach genannt- ist unserer Meinung nach eine der schönsten Städte Europas. Ljubljana präsentiert sich in punkto Shopping und Gastronomie als internationale Metropole, jedoch mit dem Flair einer Kleinstadt.
Die malerische Altstadt sprüht vor Lebendigkeit der liebenswürdigen Einwohner. Diese sitzen in Cafés oder Bars entlang der Ljubljanica, welche sich durch die Stadt schlängelt, und über viele, bezaubernde Brücken gequert werden kann. Oder pausieren auf den vielen Grünflächen, bevor sie wieder mit dem Rad, Skateboard oder Stand-Up-Paddle aktiv werden. Viele Teile der Stadt sind Fußgängerzone, daher sind verhältnismäßig wenig Autos unterwegs. Das hohe Umweltbewusstsein merkt man auch an der Sauberkeit., dementsprechend gibt es überall Mistkübel zur Mülltrennung. Zurecht wurde Ljubljana als die „grüne Hauptstadt Europas 2016“ ausgezeichnet. Wir haben 3 Tage in Ljubljana verbracht und für euch unsere Highlights und Tipps zusammengefasst.

Wohnen mit Flair – Hoteltipps

Hotels gibt es viele in Ljubljana, wir haben uns jedoch für das Grand Hotel Union entschieden. Die Zimmer sind etwas abgewohnt und das Frühstück ist langweilig. Dennoch besticht das Hotel durch seine Geschichte, 1905 eröffnet war es das erste moderne Hotel in der Innenstadt, die zentrale Lage und das Spa mit Schwimmbad und genialem Ausblick über die Stadt. Etwas günstigere Unterkünfte findet man auch auf Airbnb oder man bucht eines der vielen schicken, zentralen Hostels.

Sightseeingtour an einem Tag

Der Kern Ljubljanas ist nicht groß und mit ein paar guten Birkenstock Schuhen (die sind hier wirklich voll im Trend) oder auf dem Rad (es gibt Leihräder an jeder Ecke und tolle Radwege) schafft man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an einem Tag. Von unserem Hotel sind wir zuerst zur Installation „Wow for Ljubljana “, dem Fotopunkt am Fuß des Hausberges, direkt gegenüber der Seilbahn, geschlendert. Die Fahrt mit der Funicular auf den Berg zur Burg ist ein guter Start, um sich von oben einen Überblick über die Stadt zu verschaffen. Der Dom St. Nikolaus, ein wunderschöner Barockbau, ist gleich in der Nähe des Berges, mitten in der malerischen Altstadt. Schlendert man dann an der Ljubljanica entlang, so kommt man unweigerlich an den wunderschönen Brücken wie der Drachenbrücke (der Drache ist das Symbol der Stadt), der Fleischerbrücke (auch Brücke der Liebespaare genannt, weil hier tausende Schlösser mit Liebesbekundungen die Brücke zieren) und der Tromostovje (drei Brücken) vorbei. Angrenzend an die drei Brücken liegt der Hauptplatz Prešernov trg, welcher durch seine barocke Franziskanerkirche aus dem 17. Jahrhundert und die Architektur von Joze Pleznik, der maßgebend am gesamten Stadtbild beteiligt war, hervorsticht. Am Kongressplatz kann man im Park zwischen Studenten, mit Blick auf die Burg von unten, und die Universität pausieren. Ein paar Meter hinter der Universität befindet sich die Nationalbibliothek, welche durch ihre besondere Fassade auffällt und auch im Inneren durch ihren Treppenaufgang, ebenfalls vom Nationalhelden Pleznik entworfen, besticht. Geht man von der Bibliothek Richtung Stadtpark Tivoli so kommt man auf die Slovenska cesta, die Verkehrshauptader der Stadt, die zum „Wolkenkratzer“ Nebotičnik, einem Überbleibsel der Zwischenkriegszeit und zurück zum Ausgangspunkt, dem Grand Hotel Union, führt.

Eine Stadt zum Reinbeißen

Kulinarisch bleiben in Laibach keine Wünsche offen. Die Qualität der Speisen war immer sehr gut, es gibt Essen aus der ganzen Welt und neben schicken Restaurants auch viele kleine, hippe Lokale mit Street Food. Frühstücken kann man gesund und genussvoll bei Barbarella Juicebar oder Kavarna Rog. Das beste Eis bekommt man bei Vigò oder Cacao, das außergewöhnlichste dagegen bei Ice Wave. Die Pizza in Ljubljanas ältester Pizzeria Parma ist klein aber oho und die Burger bei Hood Burger sind nicht nur lecker, sondern auch nur aus lokalen Produkten hergestellt. Das etwas andere Fast Food bekommt man bei AbiFalafel und bei Tokyo Piknik wird man mit japanischem Soulfood verwöhnt. Ein wahrer Foodporn in Sachen Dessert sind die kleinen Pfannkuchen bei Puffy Lil´Pancakes und die ebenfalls hervorragenden Milchshakes inklusive Donut bei Lockal. Die Bäckerei Sisters Kurtoš hat uns schließlich mit ihren leckeren handgemachten, süßen, sauren und eiskalten Kurtoskalacs lukullisch erfreut.

Shopping für jeden Geschmack

Ljubljana ist der wirtschaftliche Dreh- und Angelpunkt Sloweniens und daher ist das Angebot an Geschäften und Supermärkten auch dementsprechend groß. Überdies findet man hier fast alle Ketten die es auch in Österreich gibt und viele internationale Modemarken.
Im BTC City am Stadtrand, einem der größten Einkaufszentren Europas, bekommt man so ziemlich alles was man braucht. Uns war es jedoch zu groß, zu unübersichtlich und wir fanden es architektonisch nicht sehr ansprechend.
Das wunderschöne Jugendstilkaufhaus Galerija Emporium besticht dagegen nicht nur mit seiner tollen Architektur, sondern auch mit vielen international bekannten Modemarken und kompetenten, bemühten Verkäufern.
Schöne Souvenirs, kleine Boutiquen oder andere bezaubernde, kleine Geschäfte findet man in der Altstadt. Toll fanden wir die Läden in der Stari trg, wie zum Beispiel die Babushka Boutique oder den GUD Shop. Hier findet man ganz besondere Mitbringsel.

Kinderfreundliches Ljubljana

Eine Städtereise nach Laibach ist auch mit Kindern empfehlenswert. Es waren sehr viele Familien, vor allem mit Kleinkindern in Buggys, unterwegs. Der Stadtkern ist nicht sehr groß und die Straßen gut mit dem Kinderwagen befahrbar. Außerdem gibt wie bereits erwähnt viele Fußgängerzonen und grüne Plätze für Erholungspausen. Straßenmusiker- und künstler findet man an vielen Ecken. Wer sich im TojeTo Shop in der Gallusovo nabrežje wie ich mit einem Diabolo ausstattet, kann sich gleich selbst kreativ austoben. Für Kinder spannend ist außerdem eine Schifffahrt auf der Ljubljanica oder die Fahrt zur Burg und die Marionettenausstellung. Auch der Besuch des Tivoli Parks oder des Zoos, ein Nachmittag im Aquapark oder ein Museeumsbesuch, zum Beispiel im Hiša eksperimentov, sind empfehlenswert.

Kuriositäten und Geheimtipps

Es gibt Dinge, die haben wir bisher noch in keiner anderen Stadt gesehen, beziehungsweise erlebt:
Schuhe, die auf Bändern gespannt, über den Straßen von Ljubljana baumeln.
Die Street-Art-Kunst und das etwas dubiose Flair des ehemaligen Militär- und heutigen Klubgeländes Metelkova mesto.
Der Drache als Wahrzeichen, der eine Brücke ziert, sich aber auch sonst in Form von Bildern und Souvenirs überall in der Stadt findet.
Künstlicher Sommerregen
über dem Hauptplatz, der bei der heurigen Hitze Einheimische und Touristen magisch anzog.

Wer von euch war auch bereits in Ljubljana und hat ebenfalls einen Geheimtipp für unseren nächsten Besuch dieser tollen Mini-Metropole? Ich freue mich über eure Kommentare!

Euer Clemens Strandl

P.S.: Unser handgebundenes, individualisier- und personalisierbares #Herzensbuch „Reisebegleiter“ könnt ihr ab sofort bei uns bestellen. In diesem Reisetagebuch könnt ihr die wichtigsten Informationen eurer Reisen verewigen.

PP.S.: Das Gewinnspiel zu unseren #Herzensbüchern ist zu Ende, deshalb wollen wir zum Schluss noch den Sieger bekannt geben. Siegerin unseres Gewinnspieles zu den #Herzensbüchern ist: duenenverliebt. 
Wir gratulieren und wünschen viel Freude mit dem gewünschten #Herzensbuch „Lieblingsmenschen“

(Unbezahlte Werbung aufgrund von Markennennung beziehungsweise Erkennung)

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Buchempfehlung: „50 Dinge, die ein Oberösterreicher getan haben muss“

Buchempfehlung: „50 Dinge, die ein Oberösterreicher getan haben muss“

Passend zur Urlaubszeit haben wir für alle Oberösterreicher die ihre Ferien auf Balkonien verbringen und den einen oder anderen Tagesausflug planen eine Buchempfehlung. „50 Dinge, die ein Oberösterreicher getan haben muss“ von Melanie Wagenhofer ist 2014 bei Styrabooks erschienen und wird selbst eingefleischte Oberösterreicher überraschen.

Sprich mir nach: „Oachkatzlschwoaf!“

Bereits das Vorwort hat uns zum Schmunzeln gebracht. Beim Lesen wurde uns wieder bewusst, wie vielseitig doch der oberösterreichische Dialekt ist. Neben dem „Oachkatzlschwoaf“ den wir Gebürtigen uns gerne von „Zuagroasten“ nachsprechen lassen und uns dabei wie kleine Kinder freuen, wenn diese dabei ganz „wiaflad“ werden, finden sich viele andere bekannte und weniger bekannte Dialektausdrücke.
Es folgt die Aufzählung von 50 Erlebnissen, die man laut der Bad Leonfeldnerin als Einheimischer in Oberösterreich getan haben muss. Und jetzt denkt ihr euch sicher: „Wie will uns die Autorin da überraschen? Wir kennen doch das Land ob der Enns wie unsere eigene Hosentasche!“ Das dachten wir uns auch, aber das Büchlein hat uns eines anderen belehrt.

Es befinden sich darin natürlich auch Sehenswürdigkeiten, wie man sie in jedem Reiseführer über Oberösterreich erwarten würde, wie
der Baumkronenweg in Kopfing,
die Five Fingers am Krippenstein,
der Lichtenberg mit der Gis,
die Kirschblütenwanderung in der Scharten,
die Werkstour durch die Voest Alpine oder
die Pöstlingbergbahn in Linz.
Selbst zu diesen bekannten Erlebnisse, gibt es neue sowie spannenden Zusatz- und Hintergrundinformationen.

Gamshaar-Binden als Beruf, ein magischer Stein durch den jährlich etwa 40.000 Menschen kriechen, der Ort an dem die „Sissi“ Trilogie ihren Anfang nahm und ein Fisch namens Alaba

Besonders spannend ist etwa die Geschichte vom Bartbinder Bertl aus Ebensee der seine Leidenschaft das Gamshaar-Binden zum Beruf gemacht hat. Er ist einer der Wenigen, die dieses Handwerk in Österreich noch hauptberuflich betreiben.
Oder kennt ihr die Geschichte über die „Bucklwehluck´n“ im Wallfahrtsort St. Thomas am Blasenstein. Kriecht man durch den Granitfelsen, so wird eine wundersame Heilung von Rücken- und Rheumaschmerzen versprochen.
Und wisst ihr für wie viele Filmschauplätze das Salzkammergut Ausgangspunkt war? Ein Teil der Sissi-Trilogie mit Romy Schneider wurde beispielsweise im wunderschönen Bad Ischl gedreht.
Dass es den Forellenzirkus wirklich gibt, hielten wir lange für eine Legende. Seit 1947 betreibt diese außergewöhnliche Attraktion die Familie Luger in St. Ägida und dressiert etwa zehn Fische, die neben Fußball spielen auch durch Reifen springen können.

Viele weitere interessante Dinge finden sich in Melanie Wagenhofers besonderem Reiseführer, der auch allen anderen Österreichern und Touristen aufzeigt, welche Vielfalt das Leben zwischen Inn und Enns zu bieten hat. Toll sind auch der Informationskasten mit den Kontaktdaten am Ende jedes Tipps, das Ortsregister und die vielen bunten Fotografien im Inneren des Buches. Das Einzige, dass wir zu kritisieren haben ist der fehlende Eintrag unserer Buchbinderei Strandl im Buch. Aber vielleicht gibt es ja bald eine Neuauflage?
Von uns gibt es ganz klar das Prädikat: Lesens- und Erlebenswert! (P.S.: Im selben Verlag sind auch 50 Dinge, die ein…in allen anderen österreichischen Bundesländern…getan haben muss, erschienen)

Eure Buchbinderei Strandl
Kommentiert uns woher ihr kommt und was euer absolutes Must-See in eurem Wohnort ist!

(Werbung aufgrund von Markennennung bzw. Erkennung, Bildnachweis: Designed by Freepik & LandOÖ & Styrabooks)

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